Satire Ruhig, Brauner!

Satire Ruhig, Brauner!

Buchcover Ruhig, Brauner!

Rezension von: Mia Lada-Klein

Fazit:

Koto Kodama bringt hier Protagonisten zusammen, die stark an die Frage erinnern: Wenn du Persönlichkeiten der Geschichte treffen könntest, wer wäre das? Bei Koto Kodama sind es Jesus und Hitler. Kodama geht allerdings noch einen Schritt weiter und belässt es nicht nur bei der Vorstellung, sondern erwählt diese Figuren zu den Hauptcharakteren seines Buches. Wer Hitler und Jesus zu den Protagonisten seines Buchs erklärt, der beweist Mut. Risikobereit ist Kodama ganz offensichtlich. Durchaus kann man sich zwischendrurch die Fragen stellen: Darf man so über Hitler reden? Darf man sich so über Jesus und Gott äußern? Koto Kodama tut es, aber er tut es mit Bedacht. Man kann sein Schmunzeln beim Lesen nicht unterdrücken, auch die Lacher sind ehrlich. Es ist notwendig, dass wir hier allerdings darauf achten, dass es sich hierbei um eine Satire handelt. Das steht auch dick auf dem Cover, fast wie eine Warnung, denn manche Passagen laden einige Leser sicher dazu ein beschämt zur Seite zu schauen und die Frage aufzuwerfen: Darf man das? Kodama hat es einfach getan und ein durchaus witziges Buch erschaffen, aber der Witz kann einem hierbei auch im Halse stecken bleiben. Kodama spricht nicht in den Zeilen, aber kommuniziert und transportiert zwischen den Zeilen und was hier zu finden ist, erschreckt. Das Werk behandelt aktuelle Themen und nur der Dümmste unter den Dummen würde den tieferen Sinn des Werks nicht verstehen. Hier weht dem Leser harsche Kritik an der augenblicklichen gesellschaftlichen und auch politischen Situation entgegen. Alles verpackt in eine Satire und durchaus witzig gestaltet, aber es ist bitterernst. Der Witz kommt schwarzgekleidet daher und warnt. Zwischen den Zeilen finden wir wahre Abgründe und diese laden nicht nur zum Nachdenken ein, sie zwingen regelrecht dazu. Die amüsante Darstellung macht ein ernstes Thema verdaulich, nimmt ihm die Schärfe, aber die bittere Wahrheit und die Kritik an dieser schmecken wir auf der Zunge. Kodama beweist, dass Kritik und Warnung nicht zwangsläufig mit Angriff verbunden sein müssen. Durch die Blume wird hier allerdings auch nicht gesprochen. Es ist schon offensichtlich, worum es hier geht. Koto Kodama überlässt dem Leser sehr viel Raum zum eigenständigen Denken und Nachdenken und wir kommen einfach nicht drumherum dies zu tun. Ein eindrucksvoller Satz auf Seite 257: Es gibt falsch, sehr falsch und das hier. Genau das hat sich der eine oder andere bezüglich verschiedener, politischer Gegenbenheiten sicher auch schon gedacht. Ein sehr interessanter Aspekt im Buch, ist Kodamas Auseinandersetzung mit dem Glauben und der ständigen Frage: Warum tut Gott dem Menschen solche Gräueltaten an? Auf Seite 250 liefert Kodama eine sehr plausible Antwort: Langsam ließ der Herr von seinem Sohn ab und deutete mit seinem Finger auf ihn: “ Du weißt ganz genau, dass ich mich nicht mehr in das Leben der Menschheit einmischen will. Mir bleibt nichts anderes übrig, als es zuzulassen, dass einige Menschen den anderen Schaden zufügen oder ihnen wehtun könnten. Prüfen- mein Sohn- prüfen bedeutet nämlich: sich heraushalten-und den prüfenden Menschen machen lassen. Jeder soll die Gelegenheit haben, zu mir umzukehren. Ich finde keinen Gefallen daran, dass jemand umkommt….. Damit hätten wir das also auch geklärt. Für jedermann ist das Buch allerdings nicht geschrieben. Trotz der Warnung Satire, kann es Unfrieden stiften. Sich mit Hitler und Jesus anzulegen, kann auch dafür sorgen, dass man sich Feinde macht. Hat es sich gelohnt? Aber sicher hat es dass, denn was Kodama hier als Message transportiert geht unter die Haut. Hier und da finden sich auch ein paar Szenen, die einfach mal die Seite füllen, aber letztlich besteht ein Buch nun mal aus Seiten, die eben gefüllt werden müssen. Diese Momente kann man sogar sehr gut dazu nutzen, um das zu verarbeiten und zu ordnen, was da eben an Gedanken auf einen herabgeregnet ist. Koto Kodama beweist mit diesem Werk, dass es manchmal nicht zwangsläufig entscheidend ist, was schwarz auf weiß auf Papier gedruckt wurde, sondern was zwischen den Zeilen zu finden und transportiert wird. In einer Zeit des Scheins macht Kodama alles richtig, wenn er hinter vorgehaltener Hand sagt: Das habe ich so aber nicht gesagt und nicht geschrieben! Das ist richtig, aber gemeint und was ich damit meine, dass wird spätestens beim Lesen klar. In diesem Sinne viel Spaß beim Lesen!      

Rezension von:

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Hallo ihr Buchirren! Heute habe ich für euch das neue Buch von @kotokodama. „Ruhig, Brauner!“ Herzlichen Glückwunsch zur Veröffentlichung ❤. Erschienen beim @app_verlag. Ich hatte ja das Vergnügen es vorablesen zu dürfen. Und muss sagen ich fand es klasse. Es ist vom Leseniveau für mich schon gehoben zu meinen sonstigen Büchern. Es war das erste Mal, dass ich ein Satire Buch gelesen habe. Der Anfang war etwas schwer für mich weil ich mich mit dem Bayrisch anfreunden musste. Aber Koto hat an seine Leser gedacht und es oft einen der anderen Protas wiederholen lassen. Ich fand es total interessant zu lesen wie die verschiedenen Charaktere miteinander sprechen. Und ich habe sogar noch Sachen erfahren die ich nicht wusste. Also auch noch was gelernt. Es ist gehobene Literatur aber super spannend zu lesen. Also ich kann es euch mit ruhigem Gewissen empfehlen. Traut euch wie ich auch mal in andere Genres es lohnt sich.

copyright A.P.P. Verlag
Rezension 038

„Ruhig, Brauner!“ von Koto Kodama

zum Inhalt:

„Die Vergangenheit soll man nie ändern doch genau an dieses Gebot will Jesus Christus sich an jenem Tag im Jahr 1930, als er Adolf Hitler in dessen Stammlokal, dem Schelling-Salon in München aufsucht, nicht halten. Den Holocaust, arisches Gedankengut, ja mithin den gesamten 2. Weltkrieg schon im Vorfeld zu verhindern eine wahrhaft göttliche Mission. Folgen Sie dem Gottessohn und dem unheilvollsten Diktator aller Zeiten in eine amüsante Plauderei über Gott und alle Welt , zu der auch die Damen Maria Magdalena, Angelika Raubal und Eva Braun so einiges beizutragen haben.“ ( Quelle Klappentext zu „Ruhig, Brauner“ von Koto Kodama) So der Klappentext zu Koto Kodamas Satire „Ruhig, Brauner!“ ! Und tatsächlich, da sitzen sie alle beieinander: erst Hitler, dann Jesus mit Maria Magdalena, dann Angelika, später die Eva! Und sie reden nicht nur, sie trinken auch eine ganze Menge!! Und wie man das so kennt mit vollem Kopf, wird sich um Kopf und Kragen geredet! Und die Handlungen werden immer absurder! Wie im wahren Leben…

Fazit:

„Ruhig, Brauner!“ von Koto Kodama ist eine Satire! Das kann man gar nicht oft genug erwähnen, da sonst die Befürchtung besteht, dass das Buch nicht richtig verstanden wird ! Ich für meine Fälle fand es unheimlich interessant zu lesen, wie so offensichtlich unterschiedliche Charaktere aufeinander treffen und meines Erachtens nach ein recht angenehmes, feuchtfröhliches Beisammensein zelebrieren! Der Bayrische Dialekt tat da sein übriges, dass auch ich mich ganz Wirtshausmanier-mäßig wohlfühlte! Die Idee des Autors, in der Zeit zurück zu gehen, ist durchaus reizvoll. Wer hat sich denn von uns nicht schon mal gefragt: was wäre gewesen, wenn…? Und schön, dass sich offenbar auch Jesus Christus solche Gedanken macht, wenn auch nur im Buch von Koto Kodama! Und auch nur, um seinen Gott Vater zu ärgern! (´Tschuldigung, kleiner Spoiler) . Die Geschichte einfach ändern – ein genialer Plan! So verückt wie gefährlich! Aber was möchte uns der Autor denn nun wirklich mit auf dem Weg geben? Bei all der Heiterkeit und den schlüpfrigen Szenen (FK16), hat das Buch natürlich einen ernsten Hintergrund! Koto Kodama macht sich viele Gedanken um das derzeitige politische Geschehen; so viele, dass er für uns ein Buch geschrieben hat, um uns, die Politiker und all die Pappnasen da draußen wach zu rütteln! Dabei bedient er sich der Persiflage und wer ganz genau zwischen den Zeilen liest, erkennt tatsächlich viele Parallelen zu unseren heutigen Entwicklung. Und wie damals die Geschichte weiterging, wissen wir alle! Wollen wir das noch einmal erleben? NEIN!! Und deshalb ist Koto Kodamas Buch ein wertvoller Beitrag zu unserem heutigen Zeitgeschehen!
 

Neu! Neu! Neu! Ab jetzt im Handel

Ruhig, Brauner! von Koto Kodama

Buchvorstellung, Neuerscheinung, Ruhig, Brauner!

Zu einer Zeit, in der Deutschland noch nie so zerrissen war wie heute – der neu erstarkte Rechtspopulismus, die immer größer werdende Schere zwischen Arm und Reich, die Auswirkungen des Brexit u.v.m. – kehrt das neue Buch von Koto Kodama zu den Anfängen zurück. Der Autor geht der Frage nach, ob man in den Verlauf der Historie hätte eingreifen und so das Schlimmste verhindern können. Und so steht an diesem Abend im Jahr 1930 Jesus Christus nebst Maria Magdalena vor Adolf Hitler in dessen Stammlokal ›Schelling-Salon‹ und versucht, die Geschicke der Menschheit auf seine ganz eigene Art und Weise zu lösen. Satirisch, witzig, aber auch pointiert spürt Kodama diesem Gedanken nach und skizziert ein Was-wäre-wenn-Szenario, zu dem auch Eva Braun, Angelika Raubal und Gottvater höchstpersönlich so einiges beizutragen haben. ›Ruhig, Brauner!‹ erscheint am 13. August 2019 als Taschenbuch und eBook im A.P.P. Verlag. Die Lesereise quer durch Deutschland startet im September in München.

KLAPPENTEXT

Die Vergangenheit soll man nie ändern – doch genau an dieses Gebot will Jesus Christus sich an jenem Tag im Jahr 1930, als er Adolf Hitler in dessen Stammlokal, dem Schelling-Salon in München aufsucht, nicht halten. Den Holocaust, arisches Gedankengut, ja mithin den gesamten 2. Weltkrieg schon im Vorfeld zu verhindern – eine wahrhaft göttliche Mission. Folgen Sie dem Gottessohn und dem unheilvollsten Diktator aller Zeiten in eine amüsante Plauderei über ‚Gott und alle Welt‘, zu der auch die Damen Maria Magdalena, Angelika Raubal und Eva Braun so einiges beizutragen haben.

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